Weltreise finanzieren Spartipps
Finanzierung

7 Tipps, um Geld für eine Weltreise zu sparen

Eine Weltreise können wir uns nicht direkt aus dem Stehgreif leisten, wir müssen sparen. Wir haben uns vielfältige Möglichkeiten überlegt, wie wir unsere Weltreise finanzieren bzw. Geld beiseite legen können. Während der Reise wollen wir auch nicht nur rumknausern, sondern uns auch Dinge leisten können z.B. Tauchen gehen, den ein oder anderen Cocktail an der Bar schlürfen etc.

Mit einem klaren Ziel, auf das wir uns super freuen, ist uns das Geld sparen für die Weltreise auch (meistens) gar nicht so schwer gefallen.

Auch du kannst mit diesen 7 Spartipps Geld zurücklegen, um dir eine Weltreise oder einen anderen Traum zu erfüllen.


0. Wie viel Geld brauchst du für die Weltreise und wie viel kannst du monatlich zurücklegen?

Zuallererst solltest du dir überlegen, wie viel Geld du für die Weltreise benötigst. Diese Summe ist davon abhängig, wie lange du unterwegs sein möchtest und wie deine Art zu Reisen ist sowie auch in welche Länder du reisen möchtest.

Mit diesem ganz klaren Ziel ist es viel einfacher das Geld für die Weltreise zu sparen. Es hat sich auch gelohnt, einen Dauerauftrag einzurichten, sodass bereits am Anfang des Monats ein gewisser Betrag auf ein separates Konto geflossen ist.

1. Kauf nur noch das, was du wirklich brauchst

Wir konsumieren mittlerweile sehr bewusst und kaufen nur das, was auf der Reise wirklich nützlich oder praktisch sein könnte. Shopping Meilen versuchen wir weitestgehend zu meiden und kommen somit nicht in die Versuchung etwas aus Lust und Laune zu kaufen. Stattdessen gehen wir sehr gezielt einkaufen, wenn wir wissen, was wir benötigen.

Natürlich kam es aber trotzdem vor, dass uns etwas ins Auge sticht, was wir absolut schön finden. Vor solchen Konsumkäufen hilft die Frage:

Macht mich das wirklich glücklich? Macht es mich auch noch zuhause, morgen und übermorgen glücklich?

Marie Kondo in Magic Cleaning

Dies ist eine Frage aus Marie Kondo’s Buch Magic Cleaning*, welche wir absolut verinnerlicht haben.


In 90% der Fälle ist die Antwort: Nein! Dann kehrt der Artikel zurück ins Regal und du kannst dich freuen, dass du 100% Geld gespart hast, welches sogleich auch in deine Weltreise-Kasse fließen kann. Meistens hat man diesen Artikel abends schon wieder vergessen!

Lass dich nicht von Super-Rabatten oder Der-Preis-gilt nur-noch-heute-Aktionen in die Irre treiben. Falls dies doch mal passieren sollte: man kann Artikel immer zurückgeben oder zurücksenden!

2. Bewusster Umgang mit Lebensmitteln

Durch Zufall lernten wir eine Foodsaverin der Initiative Foodsharing in Köln kennen, die mal wieder tonnenweise Brot bei einer Bäckerei abgeholt hatte, welche sie nun an Menschen verteilt, die diese Lebensmittel noch essen möchten.

Diese Begegnung hat uns sehr stark zum Denken angeregt und schnell wurden wir auch Foodsaverinnen und retteten Lebensmittel von den kooperierenden Betrieben. Wir achteten auch noch viel bewusster auf die Lebensmittel in unserem Kühlschrank: Was muss demnächst verbraucht werden? Was könnte man noch aus der geöffneten Dose machen etc.?

Ein bewusster Konsum von Lebensmitteln beginnt an der eigenen Kühlschranktür

Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln fängt zu Hause an und spart jede Menge Geld und Ressourcen. Denn auch im eigenen Kühlschrank lohnt es sich, genauer hinzusehen: Die meiste Verschwendung von Lebensmitteln findet tatsächlich in den privaten Haushalten statt!

Vertrau deinen Sinnen

Bei abgelaufenen Lebensmittel gilt: Vertrau deinen Sinnen! Nur weil etwas laut der aufgedruckten Datumsanzeige (Mindesthaltbarkeit) abgelaufen ist, wird es dich (wahrscheinlich) nicht umbringen! Sieht es komisch aus oder riecht schlecht, dann iss es lieber nicht! 😉 Alles andere lass dir schmecken: Je weniger du wegwerfen musst, desto seltener musst du neue Lebensmittel einkaufen und somit kannst du jede Menge Geld für die anstehende Weltreise einsparen.

Wie funktioniert Foodsharing?

Mit kooperierenden Betrieben dürfen registrierte Foodsaver noch verwertbare Lebensmittel aus den Läden abholen und weiterverteilen. Diese Artikel werden von den Betrieben aussortiert, sobald das Etikett von Dosen leicht verschmutzt ist oder eine Banane beispielsweise eine braune Stelle hat und so nicht mehr zu verkaufen ist.

Allerdings haben uns die Massen an aussortierten Lebensmitteln zu Beginn unserer Foodsharing Zeit absolut sprachlos gemacht! Plötzlich standen wir vor 60 Kilo Bananen, 200 Kilo Brot oder mehreren Kisten Tomaten. Seitdem wir Foodsaver sind (ca. Anfang 2018) haben wir kein einziges Brot mehr kaufen müssen.
Nicht alle der geretteten Lebensmittel sind gut verteilbar und wir verwerten diese Lebensmittel direkt. Andere bringen wir in die sogenannten „Verteiler“ (oder „Fairteiler“): Einfache Schränke oder Kühlschränke, die in öffentlichen Gebäuden platziert sind und sich alle Menschen etwas davon nehmen können, die möchten.

> Mach mit bei Foodsharing – ► hier findest du mehr Informationen

3. Verkauf unnützen Krempel online

In unserem Keller und in unserer Wohnung stehen so viele Sachen rum, die wir überhaupt nicht brauchen und auch nicht in den nächsten 1,5 Jahren brauchen werden z.B. eine elektrische Salz-und Pfeffermühle, ein wuchtiger Mixer, ein alter Küchenunterschrank und und und…

Diese Sachen landen alle peu á peu auf unserem online Flohmarkt: ebay Kleinanzeigen. Wir haben festgestellt, dass wir mehr Geld auf ebay Kleinanzeigen verdienen, als die Sachen auf den Flohmarkt zu bringen. Außerdem müssen wir so auch nicht unseren ganzen Kram durch die Gegend schleppen.


Auf ebay Kleinanzeigen suchen Personen gezielt nach bestimmten Artikeln, bestenfalls nach denjenigen, die du verkaufen möchtest. Deswegen ist auch die Chance höher, einen angemessenen Preis zu erzielen. Außerdem haben wir unsere Kleiderschränke ausgemistet und verkaufen einiges auf Kleiderkreisel (jetzt Vinted) oder geben die Sachen in den Second Hand Laden um die Ecke. Das schafft nicht nur Platz und ist befreiend, sondern wir sparen das Geld für die Weltreise.

Hast du auch noch alten Krempel in deinem Keller rumstehen? In diesem Artikel beschreiben wir ein paar Tipps, wie du deine Gegenstände erfolgreich online verkaufen kannst und ganz einfach zum ebay Kleinanzeigen Profi wirst.

4. Nimm Mitfahrer auf längeren Autofahrten mit

Eine weitere Möglichkeit um Geld für die Weltreise zu sparen, ist, Mitfahrgelegenheiten anzubieten oder zu nutzen. Wenn wir längere Strecken mit dem Auto fahren, stellen wir unsere Fahrten auf „Blablacar“ ein. Das ist eine Plattform, in der sich Menschen ohne Auto und Menschen mit Auto zusammentun, um gemeinsam von A nach B zu fahren. Damit schlagen wir drei Fliegen mit einer Klappe:


1. Wir schonen die Umwelt, weil wir nicht nur zu zweit fahren
2. Wir sparen uns einen Teil der Benzinkosten und
3. Die Mitfahrer müssen ihr Geld nicht in ein völlig überteuertes Zugticket investieren.

Außerdem lernt man dadurch viele spannende Leute kennen. Wenn wir mal nicht so in Plauder-Stimmung sind, kommt ein Podcast auf die Ohren und meist schläft kurze Zeit später alles auf der Rückbank ein zZzZzZzZ .

5. Gebrauchte Second-Hand Produkte kaufen

Anne hat ein phantastisches Talent fürs Recherchieren.

Sag ihr ein Stichwort z.B. Fahrrad (Spezifischer: Mountainbike mit niedrigem Einstieg) und dann rattert die Recherche-Maschinerie los und sie findet genau das richtige Fahrrad in einem gutem Zustand für einen guten Preis.

Damit geben wir gebrauchten Sachen eine zweite Chance und freuen uns einfach, dass wir ein tolles Teil für einen guten Preis bekommen konnten.

6. Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren

Das eben erwähnte Fahrrad wurde 2018 gekauft und war seitdem mein Gefährt, um zur Arbeit zu kommen. Anne hat auch für sich selbst auf Kleinanzeigen einen Drahtesel ergattert und ist damit bei Wind und Wetter zur Arbeit gedüst – Gut, war auch nicht sooo weit.

Für mich (Anna) war die Eingewöhnungsphase allerdings hart! Irgendwann hatte ich aber die beste und schnellste Route für die 9 Kilometer (einfache Strecke!) ausgetüftelt und habe das Radfahren total genossen! Frische Luft – Blick auf den Dom – Am Rhein entlang. Einfach eine super Strecke, um den Kopf einmal durchzupusten.

Obwohl der Kölner Stadtverkehr insbesondere als Radfahrer sehr herausfordernd ist, war es eine super Alternative zur Straßenbahn.

Die Bahn hätte uns im Monat über 200 Euro gekostet und ist zum Dank dafür eigentlich auch immer verspätet. Außerdem dürfen wir uns nun auch Pedal Rebels nennen, denn wir sind wirklich bei jedem Wetter gefahren!

Schöne Ausblicke auf Ehrenfeld waren inklusive!


7. Leg dir ein Freizeitbudget fest

Dieser Tipp hat nicht mehr so viel mit der Umwelt zu tun, aber hat auch sehr geholfen, unser Budget zu schonen. Wir haben uns auf 80 Euro pro Monat für alle Freizeitaktivitäten, Restaurant- und Café-Besuche usw. geeinigt.

Meistens sind wir davon Sushi essen gegangen. Wenn das Budget aufgebraucht ist, müssen wir eben zuhause essen. Wir haben das Budget ein paar Monate eingehalten, und zum Schluss sind wir fast gar nicht mehr essen oder in Bars gegangen. So ein Feierabendbier macht auch in der Abendsonne auf dem eigenen Balkon Spaß und ist wesentlich günstiger, als in der Kneipe um die Ecke.

So ging am Ende fast der volle Betrag unseres Freizeitbudgets auch noch ins Sparschwein – auf der Reise freuen wir uns darüber und können Gerichte aus aller Welt probieren!

Unser Abschlussfazit: Geld sparen für die Weltreise

Es gibt unglaublich vielfältige und einfache Möglichkeiten, um sich etwas Geld sparen und sich z.B. eine Weltreise damit zu finanzieren. Es reicht, wenn du zunächst kleine Beträge sparst, denn auch die summieren sich mit der Zeit!

Ein klares Ziel hilft dabei sicher sehr: Jeden Euro, den wir hier gespart haben, genießen wir auf der Weltreise dafür umso mehr!


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