PerspektiVan
Campervan Renovierung

Schrauben. Schleifen. Schmirgeln.

Sechs Schrauber-Weisheiten, die wir bei unserer Campervan Renovierung gelernt haben


Corona hat zwar die Verschiffung nach Kanada und unseren Traum der Panamericana erst einmal auf Eis gelegt, aber immerhin konnten wir uns so etwas mehr Zeit für unsere Campervan Renovierung lassen. Wir haben in unserem mehrwöchigen „Werkstatt Praktikum“ bei Annas Papa sehr viel über Werkzeug, Metall, Holz und die Anwendung unterschiedlichster praktischer Maschinen erfahren.

Eines steht auf jeden Fall fest, ohne Andy und dessen sehr gut (es gibt dort alles – echt!) ausgestattete Werkstatt, hätten wir die Campervan Renovierung niemals so umfangreich umsetzen können!


Am Anfang unseres Wekstattalltags gab es so Szenen, wie beispielsweise: “Gib mir mal die Gripzange*, ruft Annas Papa, während er den Unterboden schweißte. Anne fragt: “Welche ist das? Die Gas/Wasser/Sch#&%# – Zange?” Nein, nicht ganz. Das wäre eine Rohrzange – aha! Bei der Montage der Markise haben wir gelernt, was ein Maulschlüssel ist, nachdem wir erst einmal vergeblich drei andere “Dinge” brachten. Zu Beginn waren wir wohl noch keine so große Hilfe. Wir sind immer noch nicht ganz in der Lage, mit einem Blick zu sehen, welche Maulschlüsselgröße auf die Mutter passt. Aber das können wir wahrscheinlich nach unserem Fortgeschrittenenkurs.
“Das ist bestimmt ein 10er, oder?” – Es ist immer bestimmt ein 10er – oder ein 13er!

Wir lernten, wie man Rostumwandler anwendet und haben beigebracht bekommen, wie man die Bandsäge und den Bohrständer bedient. Ach ja und wir können jetzt mit den vielen Schleifgeräten und der Flex quasi jonglieren. Okay, Scherz! Arbeitsschutz und so! Weißte Bescheid!

In mehreren Wochen hat uns Annas Papa geduldig angeleitet, unterstützt und so manche Problemlösung mit uns ausgetüftelt. Nicht selten hörten wir “Moment, ich bastel da kurz was”! Und zack war das Problem behoben.

Unser „Werkstatt–Praktikum“ und unsere Campervan Renovierung haben wir nun abgeschlossen. Neben der Materialkunde nehmen wir noch folgende 6 Schrauber-Weisheiten mit, die wir gerne mit euch teilen:

#1 Nach fest, kommt ab

Schrauben festziehen ist so eine Sache – sie sollen fest sitzen, aber zu fest bricht auch gerne mal was ab. Deswegen ist beim Schrauben Fingerspitzengefühl gefragt: Kräftig anziehen, aber nicht mit Gewalt.
Diesen Punkt haben wir mehrfach erlebt – ups.

#2 Wichtige Schrauben an einem Ort aufbewahren

Wenn wir schon bei Schrauben sind: Do not lose it! Bei der Montage unserer Sandbleche haben wir kurz vor dem Ende die komplette Werkstatt abgesucht, weil uns die eine einzige ganz bestimmte Schraube zum Fertigstellen gefehlt hat.
Völlig entnervt hätten wir fast aufgegeben und eine neue bestellt. Zufällig hat Anna dann die Schraube im Rasen doch noch wiedergefunden.

#3 Weggeworfen wird zum Schluss

Die alte Innenverkleidung aus Knautschvelour, die uns von der Decke unseres Vans schon entgegen bröselte, hätten wir eigentlich gern so schnell wie möglich in die Tonne gekloppt. Wir haben den alten Stoff allerdings noch als Muster für die neue Stoffverkleidung genutzt. Außerdem konnten wir so immer wieder schauen: Wie war das nochmal ursprünglich?
Es lohnt sich bei so einer Renovierung, die ausgemusterten Sachen bis zum Schluss zu behalten. Man weiß ja nie, ob man sie nicht noch an anderer Stelle verwenden kann.

#4 Ein Projekt nach dem anderen

Auf unserer To-Do Liste standen sicherlich 15 große und kleine Projekte. Angefangen mit einer Schuhkiste in der Einstiegsstufe bis zu Gardinen, Verlängerung der Küchenarbeitsfläche, Montage der Markise, Fahrradträger, Airlineschienen mit Sandblechen und und und.
Am liebsten hätten wir alles gleichzeitig gemacht und so sah es zwischenzeitlich auch aus.
Bis Anne dann sagte: Lass uns jetzt erst einmal alle angefangen Projekte beenden und dann neue anfangen, damit das Chaos hier mal ein bisschen weniger wird. Dann behalten wir den Überblick und können auch endlich die ersten fertigen Projekte auf der Liste abhaken.

#5 Maß nehmen und immer wieder überprüfen, zahlt sich aus

Der Schrittzähler ist an manchen Tagen explodiert! So oft sind wir vom Haus ins Wohnmobil geflitzt, um immer und immer und immer wieder Maß zu nehmen. Auch wenn das super genaue fitzelige Arbeiten für Anna so gar nichts ist, es hat sich gelohnt die vielen Dinge gaaaaanz genau auszumessen. Ist schon super, wenn es dann am Ende ganz genau passt.

#6 Erstmal ein Muster machen

Häh? Wie machen wir das jetzt? Wie sieht es dann aus? So rum oder andersrum?
Erstmal ein Muster anfertigen aus Pappe oder altem Stoff, dann geht kein Material durch Fehlversuche verloren. Das hat uns aber trotzdem nicht daran gehindert ein Teil für die Innenverkleidung zweimal falsch zu machen, sodass es erst im dritten Anlauf funktioniert hat.


Rückblickend stellen wir fest, dass wir auch oft überrascht wurden, wie schnell manche Projekte fertig wurden und wie lange wir für andere Projekte brauchten. Die Markise wurde innerhalb eines Tages angebracht und im Gegensatz dazu hat uns die kleine Schuhbox zwei ganze Tage auf Trapp gehalten.

Letztlich haben wir durch das Recherchieren der Materialen und das tägliche Schrauben sehr viel Wissen und Erfahrungen gesammelt. Im nächsten Blog Beitrag möchten wir das gerne mit euch teilen und erklären, was wir alles in unserer Campervan Renovierung umgesetzt haben.

*Für alle, die es auch nicht wissen, eine Gripzange lässt sich feststellen und fixiert so zum Beispiel Metallplatten beim Bohren oder Schweißen.

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