Sandbleche Campervan
Campervan Renovierung

Welche Sandbleche für den Campervan?

Wer träumt nicht davon: Abends gemütlich grillen, ein kühles Camper-Bierchen schlürfen, die Füße in den Sand stecken und morgens mit Meerblick aufwachen?! Strandplätze sind absolute Traumspots – ohne Frage!
Allerdings kannst du dich in diesem wunderschönen Sand auch schnell festfahren und hängst am vermeintlichen Traumspot länger fest, als dir lieb ist.

Unser Mercedes Sprinter „Berta“ ist nun wirklich alles andere als ein Offroadfahrzeug mit Allradantrieb. Trotzdem wollen wir nicht auf solche Traumplätze direkt am Meer verzichten. Daher besorgen wir uns sicherheitshalber Sandbleche für den Campervan. Die Sandbleche werden uns (hoffentlich) im Notfall aus Sand, Matsch oder Schnee heraushelfen.


Welche Sandbleche gibt es für den Campervan?

Die erhältlichen Sandbleche für Campervans (auch Anfahrts- oder Traktionshilfen genannt), unterscheiden sich vor allem im Material, dem Eigengewicht, der Länge und der Tragfähigkeit.


Der Klassiker und die wahrscheinlich stabilste Variante unter den Traktionshilfen, sind Sandbleche aus Stahl. Diese sind sehr schwer und maximal für große Expeditionsmobile geeignet. Aufgrund der Größe und des Gewichts sind sie aber keine empfehlenswerten Sandbleche für kleinere Wohnmobile. Es gibt aber auch zwei handlichere Varianten für Campervans.

Option 1: Sandbleche aus Aluminium

Die wesentlich leichtere Alternative (ca. 13kg/Paar) sind Sandbleche aus Aluminium. Laut Hersteller vertragen diese mehrere Tonnen Gewicht und sind wohl so stabil, dass man sie sogar als „Brücke“ für kleine Gräben nutzen kann. Außerdem sind sie nicht hitzeanfällig bei durchdrehenden Reifen und relativ lang.

Vorteile von Sandblechen aus Aluminium laut Hersteller

  • Hohe Stabilität und hohe Tragkraft
  • Hohe Hitzebeständigkeit auch bei durchdrehenden Reifen
  • (Laut Hersteller) Geeignet zur Überbrückung von Gräben/Hohlräumen
  • Langlebig und robust

Nachteile von Sandblechen aus Aluminium

  • Sehr scharfe Kanten, welche die Reifen/Fahrzeug beschädigen können
  • Sehr lang und daher schwer zu verstauen in oder an einem Campervan

Wer nun wenig Platz hat oder penibel auf das Gewicht des Vans aufpassen muss und denkt: „Puh wo soll ich die unterbekommen und wieder 13 Kilo mehr… Da müsste ich ja mindestens 10 Unterhosen daheim lassen, um das Auto nicht zu überladen!“
Keine Sorge, es gibt eine Möglichkeit alle Unterhosen und zwei Sandbleche im Maximalgewicht eures Fahrzeugs unterzubekommen. Option 2 wird dann die beste Lösung für dich sein!

Option 2: Sandbleche aus Kunststoff

Absolute Marktführer, aufgrund der sehr guten Qualität, sind die Sandbleche von TRED* oder Maxtrax*. Diese werden beispielsweise auch im australischen Busch oder bei Wüstenrallys verwendet, sind kürzer und wiegen nur ca. 7 kg/Paar.

Wenn du auf deinen Touren vermutlich öfter auf Sandbleche angewiesen sein wirst, dann lohnt sich ganz sicher die Investition in die hochwertigen Sandbleche von TRED oder Maxtrax. Der Preis dieser Marken ist allerdings nicht ohne!

Warum diese grellen Farben?

Neben dem leichten Gewicht haben Sandbleche aus Kunstoff auch den Vorteil, dass sie in grellen Farben produziert werden. Eigentlich sind solche Farben nicht so unser Geschmack. Aber sie erfüllen einen praktischen Zweck: Fahrt ihr mit 3,5 Tonnen oder mehr über die Sandbleche, verschwinden diese gerne tief im Matsch. Je greller die Farbe, desto leichter findet ihr eure Bleche im Schlamm, Schnee oder Sand auch wieder!

Vorteile von Sandblechen aus Kunststoff laut Hersteller:

  • Geringes Gewicht
  • Wesentlich kürzer als Sandbleche aus Aluminium und daher besser zu verstauen
  • Grelle Farben – Gut erkennbar und leicht wiederzufinden in Matsch/Sand

Nachteile von Sandblechen aus Kunststoff:

  • Hitzeanfällig bei durchdrehenden Reifen
  • Bruchanfälliger als Aluminiumbleche
  • Kunststoff kann durch starke UV-Strahlung porös werden

Unsere Wahl: Sandbleche aus Kunststoff

Unsere Wahl fällt auf diese neon-roten Sandbleche (Traktionshilfen)* aus Kunststoff. Diese Sandbleche wiegen auch nur 7kg und sind für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen geeignet. Außerdem sind sie winterfest, preislich im Rahmen und nicht allzu lang. Perfekt für unseren Camper!

Wir werden die Sandbleche für den Campervan bei Strand- oder Matschnotfällen und (derzeit) nicht für Wüstendurchquerungen nutzen. Deshalb haben wir nicht zu den absoluten top Marken gegriffen, die natürlich auch entsprechend kosten. Wir wissen natürlich, dass wir dadurch wohl einige Abstriche in der Qualität machen müssen. Aber für unsere Einsatzbereich sind diese Sandbleche der perfekte Preis-Leistungs-Deal.
Wenn wir unsere Sandbleche zum ersten Mal benutzt haben, geben wir euch gerne einen Erfahrungsbericht, ob wir doch lieber die TRED PRO* oder Maxtrax MK2* hätten kaufen sollen.

Damit wir die Sandbleche immer griffbereit haben und sie im Camper keinen Platz wegnehmen, montieren wir sie auf Airlineschienen an der Außenseite des Sprinters. Zum Schutz vor UV-Strahlung, Wetter und allzu neugierigen Blicken, haben wir sie in eine selbstgenähte Hülle aus Segeltuch gepackt. Wenn du nicht so gerne selbst nähst, kannst du dir auch einfach hier eine wasserdichte Hülle für deine Sandbleche bestellen.

Sandbleche Campervan
Die Sandbleche sind auf den Airlineschienen griffbereit und vor allem platzsparend aufbewahrt

Wie werden die Sandbleche im Notfall verwendet?

Deine durchdrehenden Reifen sollen beim Anfahren durch das Sandblech wieder Grip bekommen. Als erstes buddelst du hierfür die durchdrehenden Reifen in Fahrtrichtung frei (z.B. mit einem Klappspaten*) und legst die Sandbleche so weit wie möglich horizontal darunter.

Bevor du losfährst, kannst du die Bleche mit einem Seil ans Auto binden. Zusammen mit der grellen Farbe musst du sie nach dem Überfahren dann nicht endlos weit hinter dir im Matsch suchen.
Am besten nutzt du den Schwung und fährst gleich ein gutes Stück weiter, damit du nicht sofort wieder stecken bleibst.

Soweit die Theorie, aber wichtig für die Praxis: LANGSAM und gefühlvoll anfahren, sonst könnten eure Reifen auf dem Sandblech durchdrehen und durch die Reibung die Bleche zerstören. Außerdem könnten euch die Sandbleche bei schnellem Anfahren ziemlich gegen den Unterboden deines Fahrzeugs schießen, also >Go Slow<!

Welche Sandbleche passen am besten zu deinem Campervan? Schreib gerne in die Kommentare, für welche Option du dich entschieden hast. Wir sind gespannt!


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