Innere Reise

Der Rhythmus der Insel Koh Phangan

Der Wecker klingelt, Snooze, Snooze..okay noch einmal Snooze.. anziehen, Kaffee machen, aus dem Haus und zur Arbeit, Meeting, Mittagspause, Meeting, Emails schreiben mit „siehe Anhang“, nach Hause oder ins Training hetzen, Abendessen machen, ins Bett gehen. Und jetzt noch viermal wiederholen. Ahh endlich Wochenende!


Es sind 34 Grad auf Koh Phangan, einer kleinen Insel im Golf von Thailand. Die Luft ist warm und schwül. Ab und zu schiebt sich eine Wolke vor die Sonne und ein bisschen Wind streift durch die Palmenblätter, dann ist es sehr angenehm. Die Hitze zwingt uns zum langsam werden. Wir schlendern so durch den Tag – langsam von Schatten zu Schatten. Die Hitze legt sich wie eine Decke über uns und mummelt uns ein.

Ein kleines Fischerboot ankert am weißen Sandstrand im türkisblauen Wasser
Unser Blick aufs Meer und den Haad Salad Beach beim Frühstück

Wir frühstücken gemütlich am Strand. Es gibt Pfannkuchen, frische Früchte, Tee und Kaffee. Der Ausblick auf das türkisblaue Meer ist einfach herrlich.

Was machen wir heute?

Meer? Lesen?

Ja, klingt wunderbar„.

Wir entscheiden uns ganz bewusst für Ruhe und genießen die Langsamkeit, die unsere Tage auf der wunderschönen Insel Koh Phangan auszeichnen.

Die Ruhe tut gut – auch wenn der Kopf noch nicht ganz frei ist

Auf dem Meer sehen wir die Fischerboote, die von den Wellen leicht hin- und herschwanken. So ist es bei uns auch: Auch wenn das Meer vermeintlich ruhig ist, etwas Bewegung gibt es immer: Wir genießen die Ruhe, aber unser Kopf arbeitet zwischendurch auf Hochtouren.

4 Fischerboote Ankern vor einer Insel im blauen Meer
Langsam schaukeln die Fischerboote auf dem Meer

Nur die ersten drei Wochen in Thailand waren vorher fest geplant. Anna geht deswegen gedanklich die weitere Reiseplanung durch: Wie ist das mit dem Grenzübergang nach Laos? Was machen wir nach Chiang Mai? Wollen wir zwei Tage Boot fahren oder haben wir nach einem schon keine Lust mehr?

Anne ist mit Kanada und unserem Van beschäftigt: Wie bekommen wir in Kanada Gas? Welchen Flug sollten wir nehmen? Wie montieren wir die Markise und wohin kommen die Sandbleche?

Wir merken, dass es uns beiden gut tut, unsere weitere Reiseroute in Asien schon jetzt grob zu planen – damit wir das aus dem Kopf bekommen und in unserer Zeit in Asien entspannter reisen. Danach kümmern wir uns dann um unseren Van „Berta“.

Der Rhythmus wird nun von uns bestimmt

Doch auch wenn wir zwischendurch planen und organisieren – und das ist neu und wunderbar – bestimmen wir den Rhythmus. Niemand hat es besonders eilig, bis auf einige Touristen natürlich. Niemand drängt uns, irgendetwas schnell zu erledigen. Am Handgelenk tragen wir keine Uhr. Anne hat erst gar keine auf die Reise mitgenommen. Mehrere Stunden am Stück Lesen, ein Thema bis ins letzte Detail recherchieren und verstehen, mal ausgiebig plaudern und von Hütchen auf Stöckchen kommen, oder still vor sich hinträumen und aufs Meer schauen.

Wir genießen die Zeit in Ruhe! Der Rhythmus der Insel Koh Phangan ist gemütlich – und das tut uns gut!

Ein kleines Fischerboot fährt am Horizont auf dunkelblauem Meer
Unser Motto für Koh Phangan: Abschalten, Seele baumeln lassen und den Fischerbooten am Horizont zuschauen

2 Kommentare

  • Georg

    Ihr lieben Beiden. Sonntag früh, Kaffee, Toastbrot und Laptop. Eure Schreibe ist wirklich flott, witzig und ernst: besonders die Kontraste zum „Leben in Eile mit Uhr“ gegenüber „Langsam, Lesen, Lassen“ sind berührend. Die Bilder mit Meer haben manchmal etwas Magisches zum Mitträumen.

    (beim Erstenmal hat der Kommentar nicht geklappt, hoffentlich kommt er jetzt nicht zweimal :-)) – ich lerne langsam)

    • Anne und Anna

      Vielen Dank für deine liebe Nachricht! Meistens wissen wir gar nicht genau, welcher Wochentag ist. Unterwegs verändert sich die Perspektive, bei uns gerade weg von Taktung und Zeitmanagement und hin zum Aufnehmen der vielen schönen Momente, die wir aktuell erleben. Ausser an Reisetagen, da ist eine Uhr schon ziemlich hilfreich 😉 Sei gedrückt und liebste Grüße!

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