Finanzierung

6 Möglichkeiten, um Geld für eine Weltreise zu sparen…

… und die Umwelt zu schonen.

Wir haben in den letzten Monaten ordentlich gespart und uns immer sehr gut überlegt, wofür wir unser Geld ausgeben. Während unserer Reise wollen wir uns nämlich nicht so viele Gedanken über das gute Geld machen müssen. Wir haben weder Lust auf gemischte Hostelzimmern mit 14 Betten ohne Fenstern, noch möchten wir uns täglich fragen, ob wir uns jetzt noch einen Kaffee leisten können. Ganz im Gegenteil: Unterwegs werden wir ganz viele Gelegenheiten haben, etwas Schönes zu erleben. Und das möchten wir uns dann auch leisten können: Sei es einen Cocktail oder einen zweiten Cappuccino trinken oder uns in den Neoprenanzug zwängen und ins Korallenriff abtauchen. Mit einem klaren Ziel, auf das wir uns super freuen, ist uns das Sparen auch (meistens) gar nicht mal so schwer gefallen. Doch jetzt mal Butter bei die Fische, wie haben wir das mit dem Geld für die Weltreise konkret angestellt?

#1 Wir kaufen nur noch Dinge, die wir wirklich gebrauchen können (und auch morgen noch gut finden)

Der einfachste Tipp muss einfach ganz oben stehen! Wenn du dir die Dokumentation ► The true Cost auf Netflix angesehen hast, dann weißt du, dass der größte Teil unserer Weltbevölkerung absolut kopflos konsumiert. Dabei bleibt das Schicksal und das Gehalt der Arbeiter auf der Strecke. Wir lassen uns vom Handel von Super-Rabatten oder Der-Preis-gilt nur-noch-heute-Aktionen in die Irre treiben. Und zack die EC-Karte ist gezückt! Wer möchte schon einen guten Deal verpassen?!

Wir konsumieren bewusst und kaufen nur das, was auf der Reise wirklich nützlich oder praktisch sein könnte. Ich kann an einer Hand abzählen, wie oft wir durch das Belgische Viertel in Köln innerhalb des letzten Jahres gebummelt sind. Denn wir versuchen diese Shopping Meilen zu vermeiden und reduzieren damit natürlich auch die Reize. Wir gehen stattdessen sehr gezielt einkaufen, wenn wir wissen, was wir benötigen.

Natürlich kam es aber trotzdem vor, dass mir etwas ins Auge sticht, was ich absolut schön finde. Vor solchen Konsumkäufen stelle ich mir die Frage: Macht mich das wirklich glücklich? Macht es mich auch noch zuhause, morgen und übermorgen glücklich? Dies ist eine Frage, die ich aus Marie Kondo’s Buch ► Magic Cleaning absolut verinnerlicht habe. In 90% der Fälle ist die Antwort „nein!“. Dann lege ich den Artikel einfach wieder zurück und freue mich, dass ich 100% gespart habe. Meistens habe ich es dann auch am Abend schon vergessen – War dann wohl doch kein so essentielles Produkt für mich!

Wenn du dir trotzdem etwas kaufen möchtest, dann achte einfach auf die Nachhaltigkeit der Marke. Viele tolle Sachen gibt es zum Beispiel im ► Avocado-Store. Moralapostel-Message: Jeder Kassenzettel ist ein Wahlzettel, also einmal kurz überlegen, wen man da gerade unterstützt und ob man das möchte!

#2 Wir retten Lebensmittel vor der Tonne

In Deutschland werden jeden Tag tonnenweise Lebensmittel von zahlreichen Supermärkten, Bäckereien und Restaurants weggeworfen! Die Initiative Foodsharing hat sich zum Ziel gesetzt, dieser Verschwendung entgegen zu wirken. Mit kooperierenden Betrieben dürfen registrierte Foodsaver noch verwertbare Lebensmittel aus den Läden abholen und weiterverteilen. Diese Artikel werden von den Betrieben aussortiert, sobald das Etikett von Dosen leicht verschmutzt ist oder eine Banane beispielsweise eine braune Stelle hat und so nicht mehr zu verkaufen ist. Ein Lob an alle Betriebe, die nicht möchten, dass solche Lebensmittel in der Tonne landen und Foodsharing unterstützen!

Allerdings haben uns die Massen an aussortierten Lebensmitteln zu Beginn unserer Foodsharing Zeit absolut sprachlos gemacht! Plötzlich standen wir vor 60 Kilo Bananen, 200 Kilo Brot oder mehreren Kisten Tomaten. Seitdem wir Foodsaver sind (ca. Anfang 2018) haben wir kein einziges Brot mehr kaufen müssen. Nicht alle der geretteten Lebensmittel sind gut verteilbar und wir verwerten diese Lebensmittel direkt. Andere bringen wir in die sogenannten „Verteiler“ oder „Fairteiler“: Einfache Schränke oder Kühlschränke, die in öffentlichen Gebäuden platziert sind und sich alle Menschen etwas davon nehmen können, die möchten.

Ein netter Nebeneffekt von Foodsharing war es auch, dass wir irgendwann bei all unseren Nachbarn im Haus geklingelt haben, um Baguettes zu verteilen. Seitdem haben wir eine Whatsapp Gruppe und eine total nette Hausgemeinschaft.

Wer jetzt sagt, ist ja schön und gut aber wann soll ich denn nach meiner stressigen Arbeit noch zu Foodsharing gehen?!! Kein Problem, man muss ja nicht zu Beginn bei Foodsharing mitmachen und in der Warenannahme eines Bio-Supermarktes aussortiertes Gemüse abholen. Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln fängt zu Hause an. Denn auch im eigenen Kühlschrank lohnt es sich, genauer hinzusehen: Die meiste Verschwendung von Lebensmitteln findet tatsächlich in den privaten Haushalten statt! Bei abgelaufenen Lebensmittel gilt: Vertrau deinen Sinnen! Nur weil etwas laut der aufgedruckten Datumsanzeige (Mindesthaltbarkeit) abgelaufen ist, wird es dich (wahrscheinlich) nicht umbringen! Sieht es komisch aus oder riecht schlecht, dann iss es lieber nicht! 😉 Alles andere lass dir schmecken: Je weniger du wegwerfen musst, desto seltener musst du neue Lebensmittel einkaufen, tust was Gutes für die Umwelt und sparst langfristig eine Menge Geld!

> Mach mit bei Foodsharing – ► hier findest du mehr Informationen


#3  Wir verkaufen online unnützen Krempel aus unserer Wohnung

In unserem Keller und in unserer Wohnung stehen so viele Sachen rum, die wir überhaupt nicht brauchen und auch nicht in den nächsten 1,5 Jahren brauchen werden z.B. eine elektrische Salz-und Pfeffermühle, ein wuchtiger Mixer, ein alter Küchenunterschrank und und und… Diese Sachen landen alle peu á peu auf unserem online Flohmarkt: ► ebay Kleinanzeigen. Wir haben festgestellt, dass wir mehr Geld auf ebay Kleinanzeigen verdienen, als die Sachen auf den Flohmarkt zu bringen. Außerdem müssen wir so auch nicht unseren ganzen Kram durch die Gegend schleppen. Auf ebay Kleinanzeigen suchen Personen gezielt nach bestimmten Artikeln, bestenfalls nach denjenigen, die du verkaufen möchtest. Deswegen ist auch die Chance höher, einen angemessenen Preis zu erzielen. Außerdem haben wir unsere Kleiderschränke ausgemistet und verkaufen einiges auf Kleiderkreisel oder geben die Sachen in den Second Hand Laden um die Ecke. Das schafft nicht nur Platz und ist befreiend, sondern es bringt auch $$$ in unseren Geldbeutel.

Hast du auch noch alten Krempel in deinem Keller rumstehen? In diesem ► Artikel beschreiben wir ein paar Tipps, wie du deine Gegenstände erfolgreich online verkaufen kannst.

#4 Wir nehmen Leute auf Autofahrten mit

Eine weitere Möglichkeit um Geld für die Weltreise zu sparen, ist, Mitfahrgelegenheiten anzubieten oder zu nutzen. Wenn wir längere Strecken mit dem Auto fahren, stellen wir unsere Fahrten auf ► Blablacar ein. Das ist eine Plattform, in der sich Menschen ohne Auto und Menschen mit Auto zusammentun, um gemeinsam von A nach B zu fahren. Damit schlagen wir drei Fliegen mit einer Klappe: 1. Wir schonen die Umwelt, weil wir nicht nur zu zweit fahren 2. Wir sparen uns einen Teil der Benzinkosten und 3. Die Mitfahrer müssen ihr Geld nicht in ein völlig überteuertes Zugticket investieren. Außerdem lernt man dadurch viele spannende Leute kennen. Wenn wir mal nicht so in Plauder-Stimmung sind, kommt ein Podcast auf die Ohren und meist schläft kurze Zeit später alles auf der Rückbank ein zZzZzZzZ .

#5 Wir kaufen gebrauchte Produkte & Secondhand Klamotten

Anne hat ein phantastisches Talent fürs Recherchieren. Sag ihr Fahrrad (Spezifischer: Mountainbike mit niedrigem Einstieg) und dann rattert die Recherche-Maschinerie los und sie findet genau das richtige Fahrrad in einem gutem Zustand für einen guten Preis. Damit geben wir gebrauchten Sachen eine zweite Chance und freuen uns einfach, dass wir ein tolles Teil für einen guten Preis bekommen konnten.

#6 Mit dem Fahrrad zur Arbeit

Das eben erwähnte Fahrrad wurde 2018 gekauft und war seitdem mein Gefährt, um zur Arbeit zu kommen. Anne hat auch für sich selbst auf Kleinanzeigen einen Drahtesel ergattert und ist damit bei Wind und Wetter zur Arbeit gedüst – Gut, war auch nicht sooo weit. Für mich war die Eingewöhnungsphase allerdings hart! Irgendwann hatte ich aber die beste und schnellste Route für die 9 Kilometer (einfache Strecke!) ausgetüftelt und habe das Radfahren total genossen! Frische Luft – Blick auf den Dom – Am Rhein entlang. Einfach eine super Strecke, um den Kopf einmal durchzupusten.
Obwohl der Kölner Stadtverkehr insbesondere als Radfahrer sehr herausfordernd ist, war es eine super Alternative zur Straßenbahn. Die Bahn hätte uns im Monat über 200 Euro gekostet und ist zum Dank dafür eigentlich auch immer verspätet. Außerdem dürfen wir uns nun auch Pedal Rebels nennen, denn wir sind wirklich bei jedem Wetter gefahren! Schöne Ausblicke auf Ehrenfeld waren inklusive!


Zusatz Tipp: #7 Ein festes Freizeitbudget festlegen

Dieser Tipp hat nicht mehr so viel mit der Umwelt zu tun, aber hat auch sehr geholfen, unser Budget zu schonen. Wir haben uns auf 80 Euro pro Monat für alle Freizeitaktivitäten, Restaurant- und Café-Besuche usw. geeinigt.
Meistens sind wir davon Sushi essen gegangen. Wenn das Budget aufgebraucht ist, müssen wir eben zuhause essen. Wir haben das Budget ein paar Monate eingehalten, und zum Schluss sind wir fast gar nicht mehr essen oder in Bars gegangen. So ein Feierabendbier macht auch in der Abendsonne auf dem eigenen Balkon Spaß und ist wesentlich günstiger, als in der Kneipe um die Ecke. So ging am Ende fast der volle Betrag unseres Freizeitbudgets auch noch ins Sparschwein – auf der Reise freuen wir uns darüber und können Gerichte aus aller Welt probieren!

Abschlussfazit: Es gibt unglaublich vielfältige und einfache Möglichkeiten, um sich etwas Geld im Alltag zur Seite zu legen. Es reicht, wenn es kleine Beträge sind, denn auch die summieren sich mit der Zeit! Ein klares Ziel hilft dabei sicher sehr: Jeden Euro, den wir hier gespart haben, genießen wir auf der Reise dafür umso mehr!

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